Auch ein Pferd hat ein Recht

Was wäre der Mensch bloß geworden, hätte er nicht zum Freund das Pferd?
Es hilft dir schon seit tausend Jahren, kennst du überheupt seinen Wert?
Es trug dich geduldig durch Berge, zog den Wagen und plügte das Feld.
Im Krieg half es mutig dir siegen, die Schwerzen sind nicht zu zahlen mit Geld.
Auch ein Pferd hat ein recht, wenn es müde ist, auf Rast und Ruh, wie du!
Drum zeig ihm die Treue, gönn ihm die paar Jahre, den die stehen ihm zu.
Doch wehe wenn krank ist`s geworden, weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt.
Dann wird es verkauft und verlassen, das Pferd, das man Freund so oft nennt.
Dann steht es zusammen gtrieben, mit anderen im Markthalle Acht,
sucht vergebens ein neues Zuhause und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
Mit Angst in den so treuen Augen, den letzten Blick voller Qual,
blickt suchend nach dir in die Runde und wiehert dir zum letzten Mal!